Kinderfahrrad-Gewicht: wie schwer darf ein Kinderrad sein?

Aktualisiert am 9 Quellen 2 Min. Lesezeit

Inhalt
  1. Warum das Gewicht wichtig ist
  2. Was der ADAC gemessen hat
  3. Herstellerangaben richtig lesen
  4. Zulässiges Gesamtgewicht nicht vergessen
  5. So hältst du das Rad leicht

Wie schwer darf ein Kinderfahrrad sein? Eine feste Grenze nennt keiner der Tests, die wir gelesen haben. Klar ist aber: In den ADAC-Tests kamen Kinder mit leichteren Rädern besser zurecht.1 Hier steht, was die Tests gemessen haben, warum Herstellerangaben oft niedriger liegen und worauf du beim zulässigen Gesamtgewicht achtest.

Wichtig vorab: Wir haben keine Räder selbst gewogen. Die Werte stammen aus den ADAC-Tests und von den Herstellern, unten belegt.

Warum das Gewicht wichtig ist

Im 20-Zoll-Test von ADAC und Stiftung Warentest wogen viele Räder 13 bis 15 Kilogramm – für weniger kräftige Kinder kann das schon zu viel sein, vor allem beim Anheben.1 Der ADFC weist darauf hin, dass Kinderräder fast so viel wiegen wie Räder für Erwachsene und im Verhältnis zum Gewicht der Kinder sehr schwer sind.6

Was der ADAC gemessen hat

Rad Laufrad Gewicht laut ADAC Test
woom ORIGINAL 3 16 Zoll 5,9 kg, leichtestes Rad im Test2 2025
PUKY LS-PRO 16 16 Zoll 6,3 kg3 2025
Pyro Sixteen 16 Zoll 6,4 kg, aber „mangelhaft“2 2025
S'COOL niXe EVO 16 16 Zoll 7,3 kg7 2025
woom EXPLORE 5 24 Zoll 9,5 kg ohne Zubehör5 2026
Cube NUMOVE 240 STREET 24 Zoll 10,4 kg ohne Zubehör8 2026
Axess LUU. 24 EQ 24 Zoll 10,5 kg ohne Zubehör9 2026
Puky Skyride 20-3 Alu Light 20 Zoll knapp 12 kg1 2022
Pegasus Avanti 7 20 20 Zoll über 15 kg, schwerstes Rad im Test1 2022

Leicht allein reicht nicht: Das Pyro Sixteen war kaum schwerer als das PUKY, fiel aber durch, weil die Pedale in Kurven die Fahrbahn berührten.2

Herstellerangaben richtig lesen

Hersteller wiegen oft ohne Pedale, Ständer oder Zubehör. PUKY gibt für das LS-PRO 16 5,5 kg ohne Pedale, Seitenständer und Korb an4 – der ADAC hat 6,3 kg gemessen.3 Beim woom EXPLORE 5 nennt der ADAC 9,5 kg ohne und 10,9 kg mit Zubehör.5 Vergleiche deshalb nur Werte mit gleichem Bezug, am besten die Messwerte aus demselben Test.

Zulässiges Gesamtgewicht nicht vergessen

Das zulässige Gesamtgewicht ist das Gewicht von Kind, Kleidung und Gepäck, das ein Rad tragen darf. Laut ADAC sollte ein 16-Zoll-Rad mindestens 30 kg zulassen; woom und PUKY geben 60 kg an, das Pyro Sixteen nur 25 kg.2 Bei 24 Zoll lagen die drei Räder unseres Vergleichs zwischen 80 und 100 kg.589

So hältst du das Rad leicht

  • Messwerte vergleichen: Schau auf das gemessene Gewicht im Test statt auf die Herstellerangabe.34
  • Ausstattung bedenken: Licht, Schutzbleche und Gepäckträger bringen Gewicht mit; beim woom EXPLORE 5 wog das Rad laut ADAC mit Zubehör 10,9 statt 9,5 kg.5
  • Probe heben: Lass dein Kind das Rad selbst anheben und schieben – so merkst du, ob es zu schwer ist.

Leichte Räder findest du in unseren Vergleichen: 16 Zoll und 24 Zoll. Erst die Größe klären? Kinderfahrrad-Größe.

Quellen

  1. Kinderfahrrad-Test 20 Zoll — ADAC (mit Stiftung Warentest)
  2. Kinderfahrräder mit 16 Zoll im ADAC Test — ADAC
  3. PUKY LS-Pro 16 im Test — ADAC
  4. PUKY LS-PRO 16 – Superleichtes Kinderfahrrad — PUKY
  5. woom EXPLORE 5 im Test — ADAC
  6. Fahrradkauf kinderleicht – ADFC-Tipps zum Kinderradkauf — ADFC
  7. S'COOL niXe EVO 16-1S FW im Test — ADAC
  8. Cube NUMOVE 240 STREET im Test — ADAC
  9. Axess LUU. 24 EQ im Test — ADAC